Motorradtouren
Bericht von der Tour zum Jahrestreffen des IMCS in der Schweiz vom 07.08 - 09.08.2009
An dieser Tour nahmen wieder einige Mitglieder der Ducati-Freunde-Mitte teil; manche sogar mit dem Motorrad (oder, wie der Schweizer sagt: "mit dem Töff")
Die diesjährige Anreise erfolgte im Gegensatz zur der in 2008, die nachts stattfand, ohne Regenschauer, dafür zwar mit kleineren Staus im Frankfurter Raum (wo auch sonst!). Start der Reise (685 km) nach Zäziwil im wunderschönen Emmental war um 04.30 Uhr am Freitagmorgen. Die Autobahnen waren - bis auf den oben erwähnten Stau - trocken und relativ frei. Das Töff lief gut und freute sich, dass der Fahrer ihm nicht die Luft abgeschnürt hatte (Luftfilter zu 2/3 zugeklebt) wie auf der Urlaubstour im Juli (auch ins Emmental); Reisegeschwindigkeit lag mit Gepäck so bei 180 km/h.
Es ist trotz der vielen Autobahnkilometer, die der Autor schon gefahren ist, immer wieder erstaunlich, wie oft man als Töfffahrer von den anderen Vekehrsteilnehmern übersehen wird. Aber dafür macht es immer wieder Spaß, die Autofahrer bei Stausituationen bzw. zähfliessendem Verkehr zu ärgern, indem man den doch besseren Überblick bzw. Weitblick ausnützt und sich so "durchschlängelt".
Nach einem ausgiebigen "bikerzmorge" in Basel ging es dann zu einem kleinen Abstecher nach Grindelwald ins Berner Oberland, wo der Verfasser des Berichts, wie könnte es auch anders sein, eine sehr gute Pizzeria und ein sehr nettes Café kennt.

Am frühen Abend dann die Ankunft am Zielort, wo dann noch beim Aufbau des "Festplatzes" am Waldmätteli in Zäziwil mitgeholfen wurde. Nun hatte es auch leider angefangen zu regnen. Es wurden noch Matratzen vom Kirchdachboden (5. Stock!) der Nachbargemeinde geholt, der Bierwagen wurde mit Hilfe der Bier- äh Wasserwage gerade gestellt, Verpflegung in die Küche gebracht etc.
Der Besucheransturm am Samstag hielt sich anfangs aufgrund des immer noch anhaltenden Regens in Grenzen, aber zum Mittag dann wurde das Wetter besser und auch der Besucheransturm nahm zu. Von den Ducati-Freunden-Mitte kam dann noch der Herausgeber einer Motorradzeitschrift nebst Frau (beide auf Ihren Töff´s) sowie die Frau des Verfassers nebst Sohn bzw. Tochter (mit dem Auto). Am Nachmittag bzw. am Abend wurde dann ordentlich Benzin geredet, und das schweizer Bier bzw. der Wein verkostet. Dem Verfasser wurde dann zu fortgeschrittener Stunde sogar ein Plattenvertrag angeboten, da er wohl so gut auf Bernerdütsch mitsingen konnte.....
Das Bier war wirklich klasse!

Nach der "kurzen" Nacht im Matratzenlager fand um 10.30 Uhr eine gemeinsame Ausfahrt unter ortskundiger Leitung statt (ca. 25 Töffs). Ich muß wirlich sagen, dass es im Emmental wunderschöne Straßen gibt, die man als Otto-Normal-Turi nicht finden würde und die sogar "Schönwetterfahrern" Spaß machen würden. Die Ausfahrt war der eigentliche Höhepunkt der Reise (neben dem Bier und angebotenem Plattenvertrag!), und nach der Rückkehr war der Festplatz sehr gut gefüllt; mit Motorrädern überwiegend italienischer Marken, von Baujahr 1951 (Marke Condor - ehem. schweizer Militämotorrad, 4 Geländegänge u. 4 Staßengänge) bis zur MV-Agusta bzw. Ducati bzw. Guzzi der neueren Zeit.
Um 14.00 Uhr hiess es dann Abschied nehmen, und nach 685 km trockener, pannenfreier Heimreise wäre der Autor am liebsten noch bis zur Nordsee gefahren.......
Wären ja nur 350 km gewesen.....
Also: Vorfreude auf die nächste Schweiztour.........
Der "Nordschweizer".





